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Nagelbeißen ist eine Gewohnheit

Nagelbeißen ist eine Gewohnheit

Wir haben uns schon einmal über das Nagelbeißen unterhalten.

Vielen unserer LeserInnen ist das aber ein so wichtiges Thema, dass ich der Bitte gerne nachkomme, Ihnen noch einmal ausführlich darüber zu berichten:

  • Warum wird man zum Nagelbeißer

  • Wie bekomme ich das Nagelbeißen endlich weg

Eine sehr elegante Dame, sie ist schätzungsweise 45 Jahre, sitzt mir gegenüber im Zug nach Wien. Neben mir eine junge Frau. Nach den Ähnlichkeiten zu schließen, sind es Mutter und Tochter. Beide halten Ihre Arme verschränkt, manchmal sitzt die Jüngere auf ihren Händen. 

Nachdem sich alle Passagiere so gut es geht gemütlich eingerichtet haben und die Fahrt andauert, beginnt die jüngere Frau an ihren Nägel zu kauen. Die Mutter schickt ihr mahnende Blicke, die ihr Gegenüber gar nicht wahrnimmt, da sie mit Kopfhörern in ein Video auf ihren Handy vertieft ist. 

Das Telefon der Dame vibriert. Sie verlässt mit einem entschuldigenden Blick das Abteil und kommt erst nach einer sehr langen Zeit wieder zurück. Rote Flecken im Gesicht und am Hals verraten, dass das soeben geführte Gespräch wohl nicht sehr angenehm verlaufen sein muss. 

Sie setzt sich an ihrem Platz, entgegnet den fragenden Blick ihrer Tochter mit einem ebenso aussagekräftigen Blick „nicht jetzt und nicht hier“. Das Mädchen zuck mit der Achsel und vertieft sich wieder in ihr  Video. Die Mutter schließt die Augen und versinkt in ihre Gedanken. Nun beginnt auch sie, obwohl vier fremde Personen auf sehr beengten Raum anwesend sind, an ihren Nägel zu kauen …

Zwei Damen mit einem Altersunterschied von mehr als 20 Jahren beißen ungehemmt an ihren Nägeln.
Bei genauer Betrachtung sind die Nägel der älteren Dame schon so abgekaut, dass diese kaum mehr sichtbar sind und das Nagelbett offene Hautstellen und kugelige Fingerkuppen zeigen.
Hände, die zum Erscheinungsbild der Person in einem so starken Kontrast stehen, dass alle im Abteil kaum den Blick von der Frau lösen können und jeder der Beobachtenden sich fragt: „Was haben die beiden nur für psychische Probleme, um sich so zuzurichten?“

Am liebsten würde ich jetzt, trotz der Tatsache, dass kein einziges Wort gefallen, die Kommunikation auf rein nonverbalen Ebene abgelaufen ist, den Beobachtern erklären, wie es zu so einem Verhalten kommt.  Doch das ginge weit. Das ginge zu sehr in die Privatsphäre der Anwesenden und würde nicht nur die beiden Damen brüskieren. 

Glücklicherweise bleiben mir zwei Möglichkeiten, das Phänomen des Nagelbeißen zu erklären, um allein durch dieses Wissen den Betroffenen Mut zu machen, aber auch Abhilfe zu schaffen. 

Zum einen in den vielen beratenden Gesprächen, wenn Menschen bei uns Rat suchen, zum anderen in unserem Blogbeitrag, wenn ich Ihnen erzähle, dass es sich beim Nagelbeißen einfach NUR um eine Gewohnheit handelt.

Ja, Sie haben richtig gelesen, es ist nichts anderes als eine Gewohnheit, die sich jede Nagelbeißerin, jeder Nagelbeißer, in ganz jungen Jahren angeeignet hat.

Ich versichere Ihnen, auch wenn so manch medizinische Ratgeber von starken psychischen Belastungen spricht –
Nagelbeißen ist abgeschaut, nachgeahmt, kopiert und das im ganz jungen Kindesalter.
In einer Zeit, in der man nur durch Nachmachen lernt. Aber Geduld, liebe LeserIn, mein Platz ist schon wieder vollgeschrieben. Wir treffen uns nächste Woche. Bis dahin eine schöne, gute Zeit und halten Sie dunkle Gedanken und Angst von sich fern. 

ANGST FRESSEN SEELE AUF